sind kleine Botschaften voller Wunder
von einem anderen Leben,
Märchen wollen nicht belehren,
sondern bezaubern.
Sie muten uns weite Wege zu,
aber sie er-innern ein tiefes Vertrauen
in den Guten Grund des Lebens,
laden uns ein zu neuen Sichtweisen
und erschließen verschüttete Sinn-Reserven.

lehrt Aufmerksamkeit
für die eigenen inneren Wahrheiten.
Dabei geht es gar nicht um mich,
nicht um Selbstverliebtheit und Egozentrik.
Gott, der Lebensgrund,
ist „ein reines Nichts“, unendlich größer
als unsere Begriffe und unser Begreifen.
Aber dieser Grund hat sich uns eingebildet,
in unserer Sehnsucht nach Liebe und Licht.
Und Sein Licht geht (in) uns auf,
wo wir lieben, lebendig sind und kreativ.

nennt man die Zeit von ca. 600 bis 1500 n.C.
Zurückzuschauen auf diese Jahrhunderte
- ohne sich zurückzusehnen,
aber auch ohne Überheblichkeit - ,
kann uns helfen, unsere Lebens-Welt
und unser Denken und Fühlen zu verstehen
- denn das Mittelalter ist in uns.
Manche seiner Ideen, seiner Lebens-Modelle,
bewahren Haltungs-Wissen auch für heute,
für mich ist das vor allem "der Ritter".
Diesem Wissen kann man auch nachspüren
mit dem Langbogen oder Schwert in der Hand.
Termine 2026
14. Januar 2026, 18.30 Uhr
Himmel und Erde am Küchentisch:
Von guten Vorsätzen und Wünschen
Bildungswerk Friesoythe
15. Januar 2026, 15.00 Uhr
Märchen machen Mut.
Seniorentreff Holte -Lastrup
21. Januar 2026, 19.00 Uhr
Digitales Erzählseminar
für Interessierte aus Tschechien
26. Januar 2026, 20.00 Uhr
Digitaels Erzählseminar
für religionspädagogisch Interessierte:
Der siebente Vater im Haus
27. Januar 2026, 18.30 Uhr
Quellen & Horizonte. Theologischer Gesprächskreis:
Kirchen-Zukunft. Was ich wünsche. Fürchte. Erwarte.
Mehrgenerationenhaus Cloppenburg
29. Januar - 2. Februar 20265
Mephisto oder: die Gesichter des Bösen.
Erkundungen in Weimar, mit Karl Koch, Nordhorn.
19. Februar 2026, 17.00 Uhr
Märchen machen Menschen Mut.
Impulsvortrag bei den Selbstgestaltern
Vechta
20. - 22. Februar 2026
Lust-Gruseln. Warum und wie vom Schrecken erzählen
Seminar der Europäischen Märchengesellschaft
Katholische Akademie Stapelfeld
24. Februar 2026, 18.30 Uhr
Quellen&Horizonte. Theologischer Gesprächskreis
Mehrgenerationenhaus Cloppenburg
25. Februar 2026, 18.00 Uhr
Himmel und Erde am Küchentisch:
Typisch. Entdeckungen mit dem Enneagramm
Bildungswerk Friesoythe
5. März 2026, 10.00 Uhr
Wie Märchen unser Leben deuten
Frühstückstreff
Kaleidoskop Buchholz
10. März 2026, 19.00 Uhr
Noch bei Trost? Was hilft gegen Seelenzersetzung?
Bildungswerk Lastrup
13. März 2026, 19.00 Uhr
Vergesst Schneewittchen und Hans im Glück.
Märchen von starken Frauen
und Männern, die wissen, was sie wollen
Benefizabend für das FIZ
Quakenbrück
24. März 2026, 18.30 Uhr
Quellen&Horizonte. Theologischer Gesprächskreis
(Wie) Hat sich mein Verhählnis zur Kirche verändert?
Mehrgenerationenhaus Cloppenburg
14. April 2026, 18.00 Uhr
Himmel und Erde am Küchentisch:
Typisch. Entdeckunegn mit dem Enneagramm, Teil 2
Bildungswerk Friesoythe
18. April 2026, 14.00 Uhr
Trauer achten - fremde und eigene.
Ein Tag für Trauernde
Vortrag und Märchen-Workshop
Sulingen
19. - 20. April 2026
Erzählende Verkündigung. Oasentag für Priester
Haus Werdenfels, Nittendorf bei Regensburg
20. - 24. April 2026
Mach Dir Dein Leben zu eigen.
Anstöße aus Enneagramm, Bibel und Märchen,
mit Sr. Magdalena Morgenstern.
Haus Werdenfels, Nittendorf bei Regensburg
28.April 2026, 18.30 Uhr
Quellen & Horizonte. Theologischer Gesprächskreis.
Von Kirchenlust und Kirchenfrust
Mehrgenerationenhaus Cloppenburg
29. April 2026, 20.00 Uhr
Digitales Erzählseminar
für religionspädagogisch Interessierte
14. Mai 2026, 19.00 Uhr
Digitales Erzählseminar
für Interessierte aus Tschechien
18. Mai 2026, 18.00 Uhr
Himmel und Erde am Küchentisch:
Typisch. Entdeckunegn mit dem Enneagramm, Teil 3
Bildungswerk Friesoythe
23. Mai 2026, 14.30 Uhr
Es war einmal. Ein märchenhafter Nachmittag
für Rollstuhlfahrer/innen und ihre Angehörigen
FIZ Vechta
26. Mai 2026, 18.30 Uhr
Quellen & Horizonte. Theologischer Gesprächskreis
Mehrgenerationenhaus Cloppenburg
28. Mai 2026, 16.00 Uhr
Marktnachlese
Haus der Senioren/ "Die Macher", Cloppenburg
I. Juni, 20.00 Uhr Digitales
Erzählseminar
für religionspädagogisch Interessierte
7. Juni 2026, 15.00 Uhr
Unsere Seele ist wie ein Vogel ...
Impuls beim Sonntagstreff
Haus der Senioren / "Die Macher" , Cloppenburg
15. Juni 2026, 19.30 Uhr
Dem Himmel entgegen.
Biblisches, Märchenhaftes und Musik
zwischen Tod und Leben.
Mit der Irish-Folk-Band Noisies aus Cuxhaven
St. Marien-Dom Hamburg
16. Juni 2026, 15.00 Uhr
Mit Bibel und Märchen unterwegs
Digital-Seminar für das Bistum Speyer
17.- 19. Juni 2026
Haltung. Macht. Sinn.
Fortbildung für Mitarbeiter im Maßregelvollzug
mit Harald Kolbe, Akademie für forensische Psychiatrie
Katholische Akademie Stapelfeld
23. Juni 2026, 16 Uhr
Unsere Seele ist wie ein Vogel
- von Seelenzersetzung und Seelentrost.
Gespräch mit dem Evangelischen Männerkreis
Lohne
30. Juni 2026, 18.30 Uhr
Quellen & Horizonte. Theologischer Gesprächskreis
Mehrgenerationenhaus Cloppenburg
6. - 10. Juli 2026
So stimmt's. Eine Einführung ins Erzählen
Haus Werdenfels, Nittendorf bei Regensburg
20. - 22. Juli 2026
Wechsel deine Rolle. Erfahrungen beim Live-Rollenspiel für den beruflichen und privaten Alltag
Fortbildung für Mitarbeiter im Maßregelvollzug
mit Harald Kolbe, Akademie für forensische Psychiatrie
und Judith Rönker
Katholische Akademie Stapelfeld
12. August 2026, 9.30 Uhr
Maria als Spiegelbild
Haus Marienstein, Endel
25. August 2026, 18.30 Uhr
Quellen & Horizonte. Theologischer Gesprächskreis
Mehrgenerationenhaus Cloppenburg
8. September 2026, 19.00 Uhr
Ein digitaler märchenhafter Glückwunsch
22. September 2026, 18.30 Uhr
Quellen & Horizonte. Theologischer Gesprächskreis
Mehrgenerationenhaus Cloppenburg
27. Oktober 2026, 18.30 Uhr
Quellen & Horizonte. Theologischer Gesprächskreis
Mehrgenerationenhaus Cloppenburg
2. - 6. November 2026
Elemente des Glaubens:
Franziskus und die evamngelischen Räte
mit Sr. Magdalena Morgenstern
Haus Werdenfels, Nittenburg bei Regensburg
13. November 2026, 19.00 Uhr
Und nun hast du Flügel
- wie Märchen unsere Ohren öffnen können
für die Wahrheit der Bibel
Katholische Akademie Mainz
14. November 2026, 10.00 - 15.30 Uhr
Königskind komm aus der Asche
- mit Märchen nach Gott fragen.
Religionspädagischer Workshop
Katholische Akademie Mainz
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Themen, die mich bewegen
(eine Auswahl)
I. Für unsere Seele sorgen
Haltung. Macht. Sinn.
Oder: Die Kunst der Verantwortung
Das Handlungswissen der Menschheit vermehrt sich gewaltig, das Haltungswissen scheint ausgedünnt. Überliefertes Haltungswissen wird im Seminar vorgestellt. Das soll nicht nur im Gespräch geschehen, sondern auch beim traditionellen Bogenschießen, das uns die Bedeutung unserer Haltung spüren lässt, beim mittelalterlichen Schwertfechten, das Macht als Chance, Gefahr und Verantwortung erlebbar macht, und im Austausch über in Märchen und Sinn-Bildern gespeicherte Sinn-Reserven.
Noch bei Trost ? Was hilft gegen Seelenzersetzung?
Immer mehr Menschen werden psychisch krank, noch mehr fühlen sich erschöpft, ausgebrannt, ent-seelt. Bei wirklich schweren psychischen Störungen braucht es sicher professionelle Therapie. Aber gegen seelische Kränkungen, Mutlosigkeit, Lebens-Müdigkeit kann helfen, die eigenen inneren Widerstandskräfte und Sinn-Reserven wachzurufen und zu stärken und aufmerksam zu werden, wo das Leben nicht Last wird, sondern Trost spendet.
Unsere Seele ist wie ein Vogel
– was „Seele“ meint und wie wir für sie sorgen können
Es ist schon seltsam. Gerade, als zu Beginn der 80er Jahre in den westlichen Gesellschaften wieder neu nach der „Seele“ gefragt wurde, verschwand das Wort aus dem kirchlichen Sprachgebrauch. Und das ist wohl ein Grund, warum heute die Kirchen kaum noch von Bedeutung sind, denn im Grunde geht es in allen Religionen vor allem um das, was uns „an die Seele“ geht. Im Seminar soll bedacht und besprochen werden, was das Wort „Seele“ bedeuten kann und welches alte „Seelenwissen“ die biblisch-christliche Tradition bewahrt.
Licht in dunklen Tagen. Eine kleine "Weihnachts-Psychologie"
in Bildern und Märchen
Noch immer ist Weihnachten das emotionalste Fest der westlichen Welt. Mag Weihnachten auch seinen religiösen Sinn weitgehend verloren haben, so gehen die mit diesem Fest verbundenen Erwartungen und Enttäuschungen Menschen immer noch an die Seele. Und wie zu allen Zeiten zeigt sich wohl auch heute in den Hochfesten einer Gesellschaft das, was sie umtreibt. Mit drei typischen Weihnachtsbildern, zwei norwegischen Märchen und einer kleinen französischen Legende möchte ich seelische Entwicklungen, Chancen und Gefahren an-deuten.
Das Enneagramm. Ein Modell. Ein Spiegel. Ein Spiel
Es gibt keinen verlässlichen Schaltplan für Persönlichkeitsentwicklung oder zwischenmenschliche Beziehungen. Auch das Enneagramm ist kein solches System, es ist ein Modell. So wie eine Landkarte nicht das wirkliche Land zeigt und doch helfen kann, sich zu orientieren, so fasst das Enneagramm Erfahrungswissen zusammen. Werden auf einer Landkarte vier Himmelsrichtungen angegeben, so benennt das Enneagramm (= Neuner-Zeichen) neun typische Lebensstrategie. neun Stärken, die bei Übertreibung allerdings zu Schwächen werden. Und das Modell lädt ein, sich in seinen Bildern zu spiegeln und mit ihnen zu spielen.
Wechsle deine Rolle!
Live-Rollenspiel (Larp) als Erfahrung
Live-Rollenspiel wirkt zunächst wie eine Mischung aus Karneval und Geländespiel. Wer mitspielt, reist dabei in eine fantastische, meist ans Mittelalter erinnernde Welt, kleidet sich entsprechend, sucht sich eine zu dem Rahmen passende Rolle und erlebt Abenteuer. Das ist zunächst ein großer Spaß, aber dabei können wir doch einiges über uns selbst erfahren. Welche Rolle wählen wir? Wie können wir sie spielen? Wie lösen wir gemeinsame die gestellte Aufgabe. Und erkennen wir Verhalten und Konflikte aus unserer alltäglichen Welt wieder? Kommen neue Möglichkeiten in den Blick? Das wäre doch fantastisch!
II. Glauben wagen, leben und verantworten
Um Gottes Willen - warum wir uns besser nicht um Religion betrügen lassen
Die Bedeutung der großen Kirchen nimmt rapide ab, und bei vielen, die die öffentliche Meinung prägen, gilt Religion als Wahnvorstellung oder Werkzeug zur Unterdrückung. Wir können weder leugnen noch beschönigen, dass im Namen Gottes viel Unrecht begangen wurde und wird und dass Religion oft missbraucht wurde als Erziehungsmittel. Doch was ist gewonnen - und verloren, wenn wir uns in einer Welt ohne Grund, Sinn und Ziel glauben? Wie können Worte und Bilder der christlichen Tradition helfen, das Leben zu bestehen in einer Welt, die uns letztlich immer zu hoch ist?
Wenn du nur 5 Minuten hast. Einfach erklären, was Christsein bedeutet
Christsein ist auch in traditionell katholischen Gegenden nicht mehr selbstverständlich, ja, für sehr viele auch nicht mehr verständlich. Gerade da ist es wichtig, sich selbst und anderen zu erklären, was Christsein bedeutet. Damit die aber zuhören, müssen wir uns kurzfassen und verstehbar sein, dürfen wir nicht einfach Worte wiederholen, die nur noch in den Kirchen gebraucht werden. Unterschiedliche Kurzerklärungen werden vorgestellt und bedacht.
Da waren sie alle erlöst und gingen fröhlich heim. Erlösung im Märchen und im Christentum
Erlösung ist ein Schlüsselbegriff des Christentums. Doch wovon sollten wir erlöst sein? Und wodurch? In den Kirchen werden solche Fragen kaum noch gestellt, erst recht nicht beantwortet. In den Märchen aber wird oft von Erlösung erzählt. Im Kurs fragen wir nach
Unterschieden zwischen den märchen-haften Erlösungen und der christlichen Erlösungsbotschaft, wollen aber auch prüfen, ob die Märchen helfen können zu einem heute verstehbaren christlichen Verständnis von erlöstem Leben.
Bis der Vorhang zerreißt - das Evangelium nach Markus
Das Markus-Evangelium war der wohl erste Versuch, mit einer Geschichte vom Leben und Sterben Jesu zu erzählen, wie und wo Gott für uns ist. Und uns zu fragen, wie und wo wir für Gott offen sind. Die Sprache des Evangeliums ist hart, kantig, holzschnittartig, ein Drama, das auf einer Weltbühne spielt, wo Dämonen und Unheil, Gefahr, Verrat und Verstocktheit zu herrschen scheinen. Aber voller Zuversicht, dass der Vorhang zerrissen und Licht in unsere düstere Welt gefallen ist - ein für allemal. Und mit einem offenen Schluss, der uns einlädt, weiterzuspielen.
"... ermächtigt, Kinder Gottes zu werden" - mit dem Johannes-Evangelium auf dem Weg zu uns selbst.
Das Johannes-Evangelium ist keine leichte Kost. Es ist, verglichen mit den anderen Evangelien, sehr „theologisch“, enthält viele Reflexionen und Meditationen über die Wirkung und Bedeutung Jesu. Wir wollen dieses Evangelium aber nicht als bibeltheologisches Studienobjekt betrachten, sondern als einen „Seelen-Spiegel“, der uns erkennen hilft, wer wir sind. In der Perspektive Jesu. In den Augen Gottes.
Ich gebe mein Herz in Einen, Gott - Entdeckungen im Spiegel des Credo.
Credo in unum deum. So beginnt auf Latein das Credo, das alte „apostolische“ Glaubensbekenntnis. Die übliche Übersetzung: „Ich glaube an den einen Gott“ ist nicht falsch, aber kalt, formelhaft, wenig beseelt. Das lateinische credere ist eine Kurzform von cor dare, das Herz geben. „Ich gebe mein Herz in Einen, Gott“, ist eine vielleicht bessere Übersetzung, die ahnen lässt, dass dieses Bekenntnis mehr Liebeserklärung als Lehrsatz ist - und Spiegel für eine Herzenssuche nach der Wahrheit Gottes für uns und in uns.
Hinter den Schleier der Welt wartet ein Geheimnis. Mystik für Alltagschristen
Mystik das bedeutet "das Verborgene" und meint eine Richtung in vielen Religionen und ganz ausgeprägt auch im Christentum. Die Mystik sucht nach Gott nicht zuerst bei äußeren Autoritäten und Mehrheiten, in Ritualen und Gewohnheiten, auch nicht im Außergewöhnlichen, Mysteriösen und Sensationellen, sondern in unseren alltäglichen "Tiefen-Erfahrungen".
Gott erinnern - warum und wie Christen beten können
Warum beten Christen? Damit Gott so wird, wie sie es wollen? Oder damit sie die werden, als die Gott sie will? Ist Beten kindisches Betteln um Vergünstigungen oder bewusste Erinnerung an den guten Grund unseres Lebens. Im Gespräch geht es um eine verantwortliche Theorie und eine auch ganz normalen Christen mögliche Praxis des Betens.
Spiegelbilder.
In Bildern des Glaubens sich selbst entdecken
Mehr als Begriffe und Dogmen prägen Bilder die Vorstellungen und Einstellungen der Menschen. Auch die christlich-katholische Tradition ist weitgehend in Bildern gespeichert und bewahrt. Miteinander werden wir solche Bilder betrachten als Spiegelbilder, die uns und unsere Lebensherausforderungen zeigen.
Glauben Männer und Frauen anders? Vom ergänzenden Glauben.
Beide Großkirchen sind heute vor allem Frauensache, wenn man auf die Mehrzahl der Engagierten und Beteiligten schaut. Gut, dass die Weisheit und Wahrheit der Frauen stärker einfließen kann. Aber die Männer sind weitgehend verschwunden. Wir wollen fragen, ob Männer und Frauen - natürlich nicht im Einzelfall - das Leben unterschiedlich wahrnehmen. Und ob sie deshalb auch unterschiedlich glauben. Und wenn das so sein sollte, wie wir einander ergänzen können.
Kinder-Glauben. Wie können wir den Christenglauben weitergeben an (eigene und Enkel-)Kinder
Lange sind Menschenkinder wie selbstverständlich hineingewachsen in den Christenglauben – oder was man dafür hielt. Diese Zeiten sind vorbei. Wie können wir Kindern, gerade auch denen, die wir lieben, etwas von dem weitergeben, was Evangelium bedeutete: nicht einfach „gute Nachricht“, sondern Amnestie, Befreiung von der Lebens-Angst.
Den Himmel offen halten. Was könnte Zukunft der Kirche(n) sein?
Selbst in traditionell katholischen Regionen hat die Kirche Einfluss, Lebensbedeutsamkeit und Resonanz weitgehend verloren. Aus einer Kirchenkrise ist längst an vielen Stellen ein Kirchenkollaps geworden ist. In unserem Austausch soll es weniger um die Ursachen dieses Zusammenbruchs gehen, sondern um die Frage, wie Kirche(n), Gemeinden und einzelne Christen auf diese Entwicklung reagieren können.
Ritterlichkeit.
Ein Lebens-Modell für Christen mitten in der Welt
Der Ritter, nicht der historische Panzerreiter, sondern das im Mittelalter gefundene und geformte Ideal, ist ein zutiefst christliches Lebensmodell, vielleicht das einzige für ein Christsein nicht in kirchlichen Rollen, sondern "mitten in der Welt". Im Seminar wollen wir theoretisch und praktisch, mit Rittergeschichten und Schwert, diesem Lebensmodell nachspüren und fragen, welche Anregungen das geben kann für die Haltung heutiger Christenmenschen.
III. Märchenhafte Lebensweisheit
Wo das Wünschen noch geholfen hat
- wie Märchen uns Mut machen
Die alten Märchen sind keine nett-harmlos oder manchmal seltsam grausamen Fantasie-Geschichten. Sie sind eine poetische Verdichtung von Erfahrungen, die uns unter die Haut und an die Seele gehen und oft auch in den Bildern unserer Träume auftauchen. Sie beschwören keine heile Welt, wohl aber eine heilbare. Sie machen Mut, eigene Wege zu finden, sie laden uns ein, dem Leben zu trauen und uns zu trauen - zu leben.
Trauer, Trost und Hoffnungsschimmer – mit Märchen Trauer(nde) begleiten
Trauer ist eine harte Realität, man kann sie weder wegdiskutieren noch wegerzählen. Es gibt keine Patentrezepte für die Bewältigung der Trauer, und niemand hat das Recht, Trauernden angebliche Lösungen aufzudrängen. Aber in manchen MärchenD finden sich Bilder, die helfen können, die eigene Trauer noch einmal anders anzusehen und sie vielleicht neu einzuordnen in das eigene Leben. Um solche Trauer-Märchen und über Möglichkeiten und Grenzen märchenhafter Trauerbegleitung soll es im Kurs gehen.
Vergesst Schneewittchen und Hans im Glück.
Märchen von starken Frauen und Männern, die wissen, was sie tun
Märchen spiegeln grundlegende menschliche Erfahrungen- Aber es gibt doch Märchen, die vor allem von einem weiblichen Welt-Erleben geprägt sind, und andere, die eher männliche Fragen verdichten. Alte, aber wenig bekannte Frauen- und Männer-Märchen werden erzählt und vorgestellt. Finden wir etwas von uns darin wieder?
Königskind, komm aus der Asche.
Mit Märchen, nach Gott fragen
Märchen wollen bezaubern, nicht belehren, ermutigen, nicht missionieren.
Märchen erzählen nicht über Gott. Sie erzählen mit uralten Bildern vom Leben, von unseren Wegen, Ängsten und Wünschen. Und von einer Sehnsucht, die wohl zu uns Menschen gehört: dass unser Weg ein Ziel hat und unser Leben einen guten Grund.
Trau deiner Sehnsucht mehr als deiner Verzweiflung, sagen mir viele Märchen, und mir satellt sich damit zugleich die Frage nach Gott.
Die Reise in die Anderswelt. Vom Zauber keltischer Märchen
Die Märchen der keltischen Tradition sind auf besondere Weise zauberhaft. Immer wieder geht es um die Begegnung mit der Anderswelt, der Welt der Feen oder Elfen. In dieser traumhaften fremde Ebene der Wirklichkeit begegnet uns die Erfahrung eines ganz anderen Lebens, faszinierend, schön, aber nicht ungefährlich.
IV. Lebenswelten in Geschichte und Gegenwart
Lebens-Mittel – Lebens-Zeichen – Lebens-Wandel.
Menschliche, mythische und märchenhafte Erfahrungen mit Essen und Trinken.
Essen ist viel mehr als Nahrungsaufnahme, Trinken viel mehr als Flüssigkeitszufuhr. Essend und trinkend er-innern wir uns buchstäblich die Welt, pflegen wir Lebensstil und Beziehungen. Auch in den Märchen und Mythen wird das Essen und Trinken häufig zum Sinn-Bild dessen, was unser Leben ausmacht. Und wie sich in den letzten 60 Jahren unsere Ess- und Trinkgewohnheiten verändert haben, das sagt viel über unser Lebensgefühl. Lebens-Mittel sind Lebens-Zeichen und zeigen einen Lebens-Wandel an. Märchenhafte, mythische und persönlich-biografische Ess- und Trink-Geschichten wollen wir verknüpfen.
Überall ist Mittelalter. Eine Spurensuche
Das Mittelalter war sicher keine Zeit, in der wir als heutige Mensch leben möchten. Aber es war auch nicht nur finster. Wir sollten uns nicht zurücksehnen in jene Zeit. Aber es gut zu wissen, wie sehr unsere heutige Welt in der mittelalterlichen Zeit wurzelt: kulturell, politisch, psychologisch. Dies soll im Seminar ohne falsche Idealisierung, aber wertschätzend betrachtet werden.
Komm mit nach Mittelerde. Fantasy als postmodernes Genre
Fantasy ist ein typisches Genre der Post-Moderne, vermutlich auch das erfoldgreichste in Literatur und Film. Aber Fantasy wurde auch interaktiv, machte Leser und Zuschauer zu Mitspielern: in Computer-spielen, einer neuen Möglichkeit, mit Table-Tops, bei denen Menschen am Tisch sitzen in unterschied-lichste Rollen hineindachten, und in der leibhaftig gespielten Übernahme solcher Rollen im Live-Rollenspiel. Was Fanatsy über unsere Zeit sagt und über ihre Sehnsucht nach Abenteuer und Geheimnis, soll im Seminar bedacht werden.
Wie Marienbilder
die Legende vom Menschen zeigen
Faszination Fantasy - was ein "post-modernes" Genre uns über uns und unsere Zeit verraten kann
zu erinnern - beten, um mich
zu vergessen
